Das Fastentief ist überwunden und mir geht es fantastisch. Gestern der erste Spaziergang in der Sonne und heute habe ich bereits die ersten Sachen eingekauft. Morgen noch frisches Gemüse und dann darf ich Donnerstag wieder essen. Langsam haben meine Geschmacksnerven auch keine Lust mehr auf Gemüsebrühe. Sie sehnen sich nach Salat. Komisch, nach jedem Fasten hatte ich bis jetzt Hunger auf Salat.
Ich fühle mich wunderbar. Mein Körper ist leistungsfähig, das merke ich beim Sport. Mein Kopf ist frei und alles fühlt sich gerade leichter an. Ich lese viel und ruhe mich aus. Genieße die Stille. Das friedliche Gefühl. Die Leichtigkeit. Und die Erkenntnis dass das Thema Essen mich nicht mehr gefangen nimmt. Ich hatte heute morgen auf der Waage Normalgewicht. Natürlich wird da wieder was draufkommen aber mein Ziel ist in Sicht.
15.03.2016
She's so high
13.03.2016
Fasten
Diesmal keine täglichen Einträge. Heute morgen begann mein zweiter Fastentag und es ist gerade schwer für mich. Ich denke an Essen. An so viele Leckereien. Und ich bin schlapp und müde. So müde. Und fröstelnd. Aber das alles ist normal. Es wird in den nächsten Tagen wieder aufwärts gehen und am Mittwoch werde ich einkaufen. Um Donnerstag wieder zu essen.
Ich habe zuletzt wahnsinnig viel Zucker in mich reingeschaufelt und ein bißchen mein Ziel aus den Augen verloren. Das Ziel bis zum Sommer bei 70 Kilo zu sein. Mich trennen nur noch 9 Kilo von diesem Ziel, aber genau die bringen mich gerade an den Rand des Wahnsinns. Abnehmen fiel mir vorher so leicht aber momentan ging da nix. Das Fasten soll mich zurück auf den Weg bringen und mich bereit für den Frühling machen. Als Belohnung gibt es diesmal einen Frisörbesuch. Auch die Haare bekommen einen Frühlingsschnitt. Und kann das bitte endlich mal wärmer werden? Hier wartet ein nagelneuer Trenchcoat auf Ausgang.
Ich werde viel lesen und wenig tun. Wie es sich gehört im Urlaub. Und mich auf das Wochenende mit dem Mann freuen. Ich habe ihm schon versprochen dass ich wie ein Koala an ihm hängen werde :)). Über ein Jahr zusammen und unsere Sprüche werden nie langweilig.
Ich erinnere mich gerade an mein Fasten vor zwei Jahren. 120 Kilo, Anrufe vom North Country Boy, Vegetarierin werden und im Nachgang Gewicht verlieren. Zwei Jahre später ist alles anders. Und besser. Schreibt sie und nippt an ihrer Gemüsebrühe. Mittagessen. Danach ein Date mit der Wärmflasche. Ich lasse einfach los und gebe mich der Müdigkeit hin.
02.03.2016
Dreaming til the sun goes down
Der Mann und ich sind nun ganz offiziell ein Jahr zusammen. Vor exakt 366 Tagen lagen wir auf dem Bett und ich witzelte rum ob ich nicht mal langsam meinen Beziehungsstatus ändern müsse. Eigentlich hätte ich das gar nicht mehr sagen müssen, aber ich wollte sicher sein.
Ich habe mir immer erhofft dass es mit der richtigen Person einfach läuft. Ohne Streß, ohne Anstrengung, ohne übertriebene Erwartungen, ohne verbiegen, ohne Unsicherheiten, ohne ständige Konflikte.
Ein Jahr später kann ich sagen, dass es genau so ist wie ich es mir immer erhofft habe. Wir können uns mal ganz herrlich anzicken aber im Grunde streiten wir nie. Vielleicht sind wir beide einfach erwachsen genug keine unmögliche Forderungen zu stellen oder unerfüllbare Erwartungen zu haben.
Ich bin unglaublich entspannt wenn ich mit ihm zusammen bin, weil er mich entspannt. Ich muß mich nicht verbiegen. Ich weiß endlich dass ich genau das gerade verdiene. Nämlich einen Mann der mich so liebt wie ich bin. Der mich liebt weil ich bin wie ich bin. Der mir noch nie das Gefühl gegeben hat, dass ich nicht gut genug bin. Ich habe 24/7 das Gefühl die schönste Frau der Welt zu sein. Weil seine Blicke und Gesten mir genau das vermitteln.
Und es gibt nichts schöneres als morgens (oder mittags) neben ihm wach zu werden und in seine grünen Augen zu schauen. Sein Gesicht zu sehen, welches mir inzwischen so vertraut ist. Zu wissen dass ich genau da bin wo ich hingehöre. Dass es keinen Platz auf der Welt gibt an dem ich gerade lieber wäre. Und kein Gesicht in das ich gerade lieber schauen würde.
Seit 366 Tagen habe ich nicht mehr das Gefühl mich klein machen zu müssen oder nicht attraktiv zu sein. Ich kenne keine Unsicherheiten mehr. Und von mir aus muß sich das auch nicht mehr ändern.
23.02.2016
There's a hole in my dreams
Und dann träume ich plötzlich von ihm. Wie er vor mir steht und wie er mich küsst. Mein Haar in seinen Händen. Und dann löst er sich vor meinen Augen in Luft auf.
Dann sitze ich plötzlich mit ihm, dem Mann und meiner Familie am Tisch. Und alle reden miteinander als würden sie sich ewig kennen.
Ich weiß, dass er dieser Tage Geburtstag hat. Und ich muß akzeptieren, dass ich ihn immer fühlen werde. Egal wo ich bin. Egal was gerade passiert. Ich vermisse ihn nicht. Aber ich muß mich daran gewöhnen, dass er immer irgendwie da ist.
17.02.2016
Cleaning out my closet
Ein bißchen fühlt es sich gerade so an als verlasse ich einen Teil von mir. Und das tue ich wahrscheinlich auch. Es fühlt sich aufregend an. Und spannend. Ich entdecke mich neu und freue mich auf den Frühling. Heute habe ich beschlossen im März wieder zu fasten. Kann nach den Antibiotika nicht schaden. Und zur Belohnung gönne ich mir dann endlich den langersehnten Frisörbesuch und lasse mir die Haare schneiden. Ich bin so dermaßen bereit dazu endlich die neue Katze aus dem Sack zu lassen.
10.02.2016
U80
Gestern ist es passiert: Die Waage zeigt weniger als 80 Kilo an. Ein weiterer Meilenstein für mich. Ein paar Zahlenspiele diesbezüglich folgen nun: Vergangenen Montag waren genau 8 Monate vergangen seit ich 'Fettlogik überwinden' gelesen habe und genau vorgestern habe ich die 25 Kilo Abnahme geknackt. Eine U80 zu sein bedeutet für mich nun seit 2014 insgesamt 40 Kilo abgenommen zu haben, wobei erst seit Fettlogik mein Gewicht konstant sinkt. Meine Kleidergrößen haben sich wie folgt verändert: von Hosengröße 50 auf aktuell 42, bei Oberteilen von 50/52 auf aktuell 44. Tendenz weiter fallend, denn ich nehme ja nicht nur ab sondern trainiere 6 Mal die Woche 30 Minuten auf einem Pilatesreformer. Und wenn ich das nicht könnte, wäre ich auch verdammt grummelig. Mich entspannt der Sport, da ich bewußt atme und gleichzeitig kontrolliert mit meinen Muskeln arbeite. Morgens falle ich meist aus dem Bett direkt auf das Gerät. Danach bin ich bereit für den Tag.
Was hat sich alles verändert seit ich schmaler bin? Zuallererst habe ich keine schmerzenden Knie mehr und ich kann mich generell besser bewegen. Ich bewege mich auch viel lieber. Manchmal nehme ich tatsächlich Umwege damit ich noch ein bißchen länger laufen kann. Ich habe definitiv mehr Energie. Und ich fühle mich einfach immer besser. Ich mag es den Wandel meines Körpers zu beobachten. Die Muskeln zu fühlen. Zu wissen dass ich endlich meinen inneren Dämon besiegt habe.
Mit fehlen noch knappe 3 Kilo bis ich Normalgewicht habe. Danach sind es noch weitere 7 Kilo bis zum Ziel. Wobei ich auch schon dachte dass ich eventuell vorher aufhöre wenn mir mein Körper gefällt. Durch den Sport passiert ja immer wieder was.
Am meisten freue ich mich auf den Sommer. Auf Röcke tragen ohne darunter eine Hose tragen zu müssen. Darauf, endlich die Kontrolle über meinen Körper zu haben. Meine Seele frei zu lassen und sie nicht mehr hinter all den Kilos zu verstecken.
03.02.2016
Our love is louder than words
Ich erinnere mich noch genau an diesen Tag vor einem Jahr. Ich war die totale Amokhenne weil ich abends ein Date mit einem Typen haben sollte, den ich über eine Single-Börse kennengelernt hatte. Ich hatte sein Bild gesehen, ein bißchen was über ihn gelesen und mich gleich ein bißchen in sein Gesicht verguckt. Irgendwas in meinem Inneren sagte mir dass ich vorsichtig sein sollte. Weil es etwas ernstes werden könnte.
Wir saßen den ganzen Abend zusammen und unterhielten uns. Und irgendwann sagte er immer wieder sowas wie: 'Das erzähle ich dir wenn wir uns wiedersehen'. Ich verlor an diesem Abend das Zeitgefühl. Und ich verlor noch etwas viel wichtigeres: meine Selbstzweifel. Zu keiner Zeit dachte ich damals über meine 110 Kilo nach oder etwaige andere Schwachstellen. Ich dachte nur daran dass er irgendwie verdammt brav aussieht (darüber muß ich gerade selber wieder lachen).
Ein zweites Treffen war beschlossen und so geschah es eine knappe Woche später. Wieder ein entspannter Abend, diesmal auf einem Kneipensofa. Wir waren schonmal mutiger was unseren Abstand anging, sprich unsere Schultern berührten sich mal zufällig. Als wir uns abends auf der Straße verabschiedeten, hätte ich ihn so gerne geküsst. Seine unfassbar schönen Lippen. Ich tat es nicht, weil er mir wirklich etwas bedeutete und ich nicht zu forsch sein wollte. Eine schüchterne Umarmung passierte. Am nächsten Tag gestand ich ihm dann in einer Nachricht wie gerne ich ihn geküsst hätte und dass ich Angst hatte zu forsch zu sein. Er nahm mir diese Angst und gab mir zu verstehen dass ich nichts tun könnte was zu forsch wäre.
Das dritte Treffen hatten wir bei ihm. Wieder auf einer Couch, diesmal zum Film gucken. Und dort passierte auch unser erster Kuss. Und es riss mir alles unter den Füßen weg. Am nächsten Tag konnte man mir wohl mein Grinsen aus dem Gesicht schlagen. Ich werde nie vergessen wie aufregend diese ersten Küsse waren. So besonders.
Zwei Wochen später ging ich zum ersten Mal in meinem Leben eine Beziehung ein. Ohne dass es kompliziert war. Ohne Drama. Über Wochen mußte ich mich daran gewöhnen dass da plötzlich jemand meine Hand hielt oder ich 'mein Freund' sagte.
Inzwischen ist ein Jahr vergangen und gerade sitze ich auf dem Sofa und warte auf den Mann. Wir gehen nämlich gleich in die Kneipe wo wir unser erstes Date hatten. Küsse und Berührungen sind vielleicht nicht mehr ganz so aufregend wie am Anfang. Was durchaus positiv gemein ist denn sie sind vertrauter, intimer und voller Liebe. Ich habe mich daran gewöhnt dass jemand meine Hand hält, ich kann zwar noch täglich ohne das Gefühl leben aber ich würde es vermissen wenn es plötzlich nicht mehr da wäre. Ich kenne seine kleinen Geheimnisse und er kennt meine. Ich habe immer noch und immer wieder das Gefühl dass ich die schönste Frau der Welt bin. Egal ob ich vor einem Jahr 110 Kilo wog oder heute knappe 81 Kilo. Egal ob ich Kontaktlinsen trage oder meine Brille.
Gleichzeitig fühle ich mich zum ersten Mal so frei wie ich mich noch nie vorher gefühlt habe. In einer Beziehung. Von der ich vorher immer dachte dass sie mir meine Freiheit nehmen würde.
Er hält es aus, wenn ich manchmal zu emotional bin oder in ein Loch falle. Und er hält es auch aus, wenn die Vergangenheit mal wieder in mein Leben drängen will (vergangenen September zum Beispiel). Er weiß dass er mich nicht verliert, weil er nie meine Liebe in Frage stellt und stellen muß. Und ich nie seine.
25.01.2016
Machtspiele
Ich habe mich entschieden meine Mutter nicht mehr anzurufen. Mein letzter Anruf bei ihr war an Silvester. Vor Wochen noch funktionierte es dass meine Mutter und ich die jeweils andere anriefen um zu hören wie es geht etc. Zuletzt war das nur noch ich. Und ich hatte mehrfach das Gefühl dass ich stören würde bzw. dass sie sauer auf mich ist.
Gestern noch habe ich mit dem Mann darüber gesprochen. Darüber, dass meine Entscheidung wackelt und ich überlege doch wieder anzurufen.
Prompt habe ich die ganze Episode mit in meine Träume der letzten Nacht genommen. Ich befand mich plötzlich auf der Flucht vor meiner Mutter. Vor einer Mutter die grauenvoll war.
Irgendwas drückt mir gerade gewaltig auf die Stimmung und das nervt. Irgendwas lässt mich gerade wieder etliches mit Essen kompensieren. Ich will das nicht. Ich kann das gerade nicht.
10.01.2016
Mehr wagen
Seit Anfang der Woche trainiere ich ein anstrengenderes Pilatesprogramm. Im Oktober letzten Jahres konnte ich dieses Programm noch gar nicht durchhalten aber inzwischen ist mein Körper stark genug. So stark, dass ich mich mittlerweile entschlossen habe mit Yoga anzufangen.
Im März geht es zum Frisör und dann werden die Haare abgeschnitten. Ich brauche ein bißchen Veränderung.
Das größte Vorhaben für 2016 ist aber das folgende: Ich schreibe DAS Buch. Vor ein paar Tagen habe ich angefangen. Ich wage es. Ich habe keine Deadline. Ich tue es einfach.
Desweiteren denke ich wieder über ein zweites Blog nach. Etwas leichtes. Über Sachen die ich gerne höre, lese, schaue und die mich berühren.
Und dann ist da ja noch das Thema Normalgewicht und Zielgewicht. Dauert nicht mehr lange. Weihnachten hat ein paar Gramm auf der Waage gekostet aber ich bin motiviert ins neue Jahr gestartet. Ich schaffe das.
02.01.2016
2016
Da ist es also. Das neue Jahr. Und es begann so gut wie es aufgehört hat. Angekuschelt an den Mann. Neujahr neben ihm wach werden. Im Bett liegen, während er Frühstück macht, und daran denken was ich für ein Glück habe. Danach einfach wieder ins Bett verschwinden und mich an ihn kuscheln. Die Zeit vergehen lassen. Den Moment anhalten wollen. Glücklich sein. Zufrieden. Voller Liebe. Jahreshoroskope lesen und lachen denn da wird von gemeinsamer Wohnung und Hochzeit gesprochen.
Bitterkeiten aus 2015 vergessen und den Menschen die man verlassen hat in Gedanken nur das Beste wünschen. Friedlich sein. Im Reinen.
2016 wird ein Jahr in dem ich Normalgewicht erreiche. In dem der jahrzehntelange Hass auf meinen Körper ein Ende hat. Ich werde diesem unglücklichen Körper der sich 50 Kummerkilos angefressen hat 'Auf Wiedersehen' sagen. Den Abhängigkeiten die diese Kilos ausdrückten. Dem ganzen Unglück und dem Schmerz. Ich fühle mich aktuell schon so wohl in meiner Haut aber das letzte bißchen fehlt noch. Ich wage mich ab Montag nun ans Pilates für Fortgeschrittene. 10 Minuten länger und wahnsinnig intensiv. Aber ich bemerke bereits jetzt wie flexibel und dehnbar mein Körper geworden ist. Und ich liebe dieses Gefühl.