Nachts träume ich plötzlich von ihm. Tagsüber denke ich an ihn. Was ist bloß los? Vermisse ich ihn etwa? Warum spüre ich ihn?
Ist mein Leben so langweilig? Sehne ich mich ernsthaft nach dem Chaos zurück welches er immer veranstaltet hat? Danach das er mein Leben auf den Kopf gestellt hat?! Fehlt mir das Gefühl der Verbundenheit?
Was fehlt mir eigentlich? Das Gefühl mich um ihn zu kümmern?! Für ihn da zu sein?! Die Aufregung wenn er sich gemeldet hat?! Das Zittern in meiner Stimme?! Die Unkontrolliertheit?! Die Gier?!
Werde ich dieses Gefühl jemals los? Muß das so sein dass das alle paar Monate wieder extrem auftritt?
Egal wo ich bin und egal wo ich hingehe, immer trage ich ein Teil von ihm mit mir rum. Ich schaffe es immer noch nicht mich komplett zu lösen. Ihn endlich hinter mir zu lassen und aufzuhören an ihn zu denken. Immer wieder überrennt mich der Gedanke an ihn. Und ich verstehe einfach nicht warum.
26.08.2015
Chaos im Kopf
25.08.2015
New Kat in town
Als ich gerade meinen geliebten Parka in der Hand hielt, fiel mir folgendes ein: Ich trug ihn an einem Abend im November 2009 als ich in einen Zug stieg der mich in die North Country Boy City brachte. Natürlich auch zum North Country Boy. An jedem Kleidungsstück hängt irgendeine Erinnerung die ich nun weggebe. Aber es macht mir nichts sie wegzugeben. Sie erinnern mich an eine Vergangenheit die häufig schmerzhaft war. Ich verbinde mit meinem alten Körper wahnsinnig viel Schmerz und Traurigkeit. Einsamkeit, Abhängigkeit.
Beruhigend ist übrigens die Tatsache das meine Veränderungen nur äußerlich sind. Meine innere Veränderung hat schon lange vorher begonnen. Es ist ein schönes Gefühl näher bei sich zu sein. Es macht stark.
17.08.2015
Stay young and invincible
Ich war nie ein besonders ängstlicher Mensch aber diese Geschichte vor ein paar Tagen hat Spuren hinterlassen. Mein Panzer hat Risse. Und ich habe plötzlich Angst. Gestern Nacht hatte ich spät Feierabend und lief wieder durch die Dunkelheit nach Hause. Den ganz dunklen Weg laufe ich mittlerweile nur noch wenn es hell ist. Kurz vor der Hauptstraße über die ich laufe steht da so ein komischer Typ. Ich laufe fix an ihm vorbei und achte diesmal peinlichst genau darauf ob mir jemand folgt. Der Typ überquert hinter mir die Straße und ich werde panisch und drehe mich ständig um. Er läuft dann aber in eine andere Richtung. Und ich weiß gar nicht wie oft ich mich noch umdrehe um zu schauen ob mir auch wirklich niemand folgt. Während ich das tue, nervt es mich schon. Was ist bloß los mit mir? Ich habe doch sonst keine Angst. Nicht weil ich mich für unbesiegbar halte, sondern weil ich einfach wirklich nicht ängstlich bin. Von jetzt auf gleich ist da dieses beklemmende Gefühl von Angst. Ich will das nicht. Ich will meine Sicherheit zurück.
08.08.2015
Hurt
0.30 Uhr. Feierabend. Ein freies Wochenende vor der Brust. Nur noch ein paar Minuten durch die Nacht laufen. Wind weht, ich spüre das aufziehende Gewitter. Ich habe Angst vor Gewitter. Als ich aus der Bahnstation komme, sitzt da ein Typ. Ich nehme keine weitere Notiz von ihm. Ich will nur nach Hause. In mein Bett. Schlafen. Normalerweise laufe ich immer einen kleinen dunklen Schleichweg aber auch dort sitzen drei Typen. Irgendetwas in meinem Inneren trifft im Bruchteil einer Sekunde die Entscheidung den Umweg über die Kreuzung zu laufen. Mit einem Auge überprüfe ich noch in einer Scheibe ob mir jemand folgt. Ich sehe niemanden aber irgendwie bleibt da ein komisches Gefühl. Ruft da jemand etwas oder bin ich einfach nur paranoid?
Ich überquere die Kreuzung. Ein paar Meter weiter läuft ein Ehepaar und so fühle ich mich einigermaßen sicher. Spreche ich die beiden an und frage ob ich ein Stück des Weges mit ihnen laufen kann? Ach was, es ist doch alles in Ordnung. Ich bin wahrscheinlich einfach nur etwas raschelig weil die ersten Blitze zucken und ich Gewitter so überhaupt nicht mag. Aus dem Augenwinkel sehe ich plötzlich einen Typen hinter mir. Ich laufe ein bißchen langsamer um ihn überholen zu lassen. Aber er überholt nicht. Stattdessen spricht er mich an und fragt mich ob ich heute abend noch etwas vorhabe.
Mir zieht sich mir der Magen zusammen und ich raste aus. Patze ihn wütend an dass ich einen Freund habe und dass ich bestimmt nicht darauf stehe so bescheuert angelabert zu werden. Er stammelt eine Entschuldigung und geht weg.
Ich renne jetzt förmlich nach Hause. Ich will in meine Wohnung. In meinen sicheren Raum. Ich zittere ein bißchen. Und ich habe dieses komische Gefühl in meinem Magen. Diesen Druck den ich immer fühle wenn ich Angst habe.
Eigentlich ist die Nacht mein Revier. Ich liebe die Dunkelheit und die Stille. Und plötzlich ist da jemand der mir innerhalb weniger Sekunden vor Augen führt wie verletzlich ich doch eigentlich bin.
29.07.2015
Welcome to the good life
Der Versuch ein paar Zeilen zu tippen. Darüber dass es mir momentan sehr gut geht. Vorfreude auf den Urlaub. Was ich durch exzessives Thin Lizzy hören auslebe.
Verwunderung darüber, das der North Country Boy momentan in meinen Gedanken rumschwirrt. Froh sein, dass ich mit dem Mann an meiner Seite darüber reden kann. Seit 5 Monaten diesen Mann an meiner Seite haben und glücklich zu sein. Ohne sich verbiegen zu müssen, ohne Angst, ohne Zweifel, ohne Stress.
Endlich Veränderungen an meinem Körper sehen. Anziehsachen weggeben und sich fragen wie der Körper am Ende der Reise aussieht. Sehen dass ich eben doch gar nicht so ein breites Kreuz habe. Stark fühlen. Motiviert sein und stolz.
Ich möchte gerade nichts ändern. Nicht weil alles perfekt ist. Sondern weil es gut ist wie es ist.
08.07.2015
U100
Es ist passiert. Mein Gewicht ist zum ersten Mal unter die magische Grenze gerutscht. Die magische Grenze sind 100 Kilo und mein Gewicht war dort letztes Jahr mal nach dem zweiten Heilfasten, ging dann aber wieder hoch.
Nun geht es nicht mehr hoch. Nein, es geht sogar weiter runter. Und ich merke gerade wie mein Körper aufatmet. Besonders meine Knie. Ich hätte mir mit Anfang 20 nie vorstellen können dass mir mein Gewicht mal Probleme machen würde. Vor zwei oder drei Jahren hatte ich im Sommer ständig geschwollene Füße. Was ich vorher noch nie hatte. Und Knieschmerzen. Die mich eigentlich schon seit ein paar Jahren begleiten. Nun sieht mein Alltag also so aus dass ich 6 Mal die Woche 30 Minuten Pilates mache und schriftlich festhalte was ich esse. Außerdem weiß ich jetzt was ich wirklich an Kalorien brauche. Ich esse gerade ein Defizit. Aber nicht weil ich es unbedingt muß sondern einfach weil ich satt bin. Ich höre auf meinen Körper. Ich fühle mich besser und fitter. Da ist ein Ziel. Ich weiß jetzt dass ich es erreichen kann. Der Schalter in meinem Kopf ist umgelegt. Alles was ich jetzt noch brauche ist Geduld.
07.07.2015
Gedankenrolle rückwärts
Warum sind da plötzlich diese Bilder? Warum Gedanken? Warum diese Erinnerung an den letzten Kuss die mich gerade überrennen? Warum???
Fragen! Und keine Antworten!!!
25.06.2015
Bittere Wahrheiten oder...Das Ende ist doch schon längst vorbei
Dann braucht es manchmal nur eine ironische Bemerkung einer sehr nahestehenden Person und ich explodiere innerlich. Äußerlich gleich ein bißchen mit. Achtung, leicht entflammbar.
Heute war so ein Tag. Nein, eigentlich fing es gestern schon an. Wisst ihr wie scheiße es sich anfühlt wenn man gerne noch tausend Dinge sagen würde aber genau weiß dass es keinen Sinn hat?! Weil es keine Lösung gibt! Weil feste Rollen vorgegeben sind! Wie ätzend es sich anfühlt wenn man für sich etwas zu Ende bringen möchte aber ein Ende unmöglich ist. Die bittere Einsicht bleibt zurück dass du es selbst zu Ende bringen musst. Für dich. Auch wenn es noch so schmerzt. Und du vor allen Dingen erkennst was dich daran eigentlich so aufregt. Nämlich das es dasselbe beschissene Benehmen ist dass du schon von der Person kennst die du am meisten in deinem Leben gebraucht hättest. Die nicht für dich da war.
Also doch alles aufschreiben. Dabei habe ich mich dagegen gewehrt. Weil es Wunden wieder aufreißt. Es geht nicht anders. Aber nicht hier. Sondern alleine für mich. Um dann endlich abschließen zu können. Nicht mehr enttäuscht sein. Und nicht mehr weinen. Das Leben geht längst weiter. Nur ich trauere noch einer Vergangenheit hinterher die eh nicht mehr existiert.
Ich nehme nicht mehr ab
Innerlich stelle ich mich auf weitere Anrufe an aber erstaunlicherweise ist der Spuk so schnell vorbei wie er gekommen ist. Ich wünschte mir ich könnte jetzt auch mal einfach aufhören darüber zu grübeln.
11.06.2015
Happy Birthday
Ein weiteres Jahr ist rum. Das bedeutet katzeontherun wird 3 Jahre alt. Ich schreibe aktuell zwar nicht mehr ganz so viel aber mich bewegen immer noch dieselben Dinge. Und es passieren immer wieder neue Dinge die mich bewegen. Als ich anfing, suchte ich nach einem Ventil um meine negativen Gefühle rauslassen zu können. Mir ging es vor drei Jahren psychisch nicht besonders gut und schreiben hat mir schon immer geholfen Dinge klarer zu sehen. Ich habe gehofft dass der Blog so lange Bestand hat aber ich habe nicht wirklich dran geglaubt. Ich verliere schnell das Interesse an Sachen. Aber 3 Jahre später sitze ich nun hier. Auf meiner Couch. An einem lauen Sommerabend. Mit meinem Laptop auf den Beinen. Was hat sich verändert in diesen 3 Jahren?
Der North Country Boy hat mein Leben mächtig auf den Kopf gestellt und mich gleich mit. Keine Ahnung wofür das nötig war aber scheinbar habe ich dadurch endlich gelernt was ich wirklich will.
Viele Menschen sind gegangen. Menschen die ich für Freunde hielt. Vor 3 Jahren ist mir mal eben ein kompletter Freundeskreis weggebrochen. Schuld daran bin ich. Aber es bringt nichts wenn man sich mit Menschen umgibt die dafür sorgen dass man sich scheiße fühlt. Das brauche ich nicht. Das braucht niemand.
Ich habe eine Therapie hinter mich gebracht. Die mir geholfen hat Dinge klarer zu sehen. Mich klarer zu sehen. Zu akzeptieren wer ich bin und wie ich bin. Dass ich ein Recht habe glücklich zu sein. Ich trage mittlerweile dieses Gefühl in mir dass ich eigentlich gar nicht so übel bin. Anders: Ich trage Zufriedenheit in mir. Und Ruhe.
Ich habe 15 Kilo abgenommen. Aktuell arbeite ich an mehr. Ich peile kleine Ziele an aber eigentlich habe ich große Dinge vor. Warten wir es ab. Momentan läuft es dank der Hilfe eines Buches ganz fantastisch.
Ich habe aufgehört zu rauchen. Seit 2 Jahren. Und ich vermisse es nur ganz selten.
Ich habe aufgehört Fleisch zu essen und bin wieder Ovo-Lacto Vegetarierin geworden. Fleisch fehlt mir nicht. Kein Sodbrennen mehr. Keine Magenbeschwerden.
Ich bin zum ersten Mal in meinem Leben mit einem Mann zusammen. Eine richtige Beziehung. Seit über 3 Monaten. Und es ist entspannt. Unkompliziert. Einfach. Und Liebe.
Nach vielen positiven Dingen aber auch negatives. Ich weiß immer noch nicht was ich eigentlich beruflich machen will. Da sind immer mal wieder Impulse aber so richtig kann ich mir gar nichts vorstellen. Ich traue mir Dinge immer noch nicht zu und denke immer noch dass ich nichts kann. Es ist schwierig wenn dich tausend Sachen interessieren aber du auch ganz schnell gelangweilt sein kannst. Und für mich gibt es nichts schlimmeres als Langeweile.
Ich weiß nicht was das Leben mit mir vorhat. Ich bin gespannt und werde weiterhin immer mal wieder Momente festhalten.