27.12.2015

Looking back without anger

Der Rückblick ist zwar schon geschrieben, wirkt aber irgendwie noch nach. 2015 war ein weiterer Schritt. Lehrreich und streckenweise nervig und bitter. Weihnachten hat mich friedlich werden lassen. Ein entspannter Heiligabend und ein ebenso entspannter 2. Weihnachtstag. Den ich versteckt in den Armen des Mannes verbracht habe. Was sämtliche Batterien und die gute Laune bis zum Anschlag aufgeladen hat.
Habe ich Pläne für 2016? Glücklich sein auf jeden Fall. Entspannt sein. Zielgewicht erreichen. Die kleinen Dinge des Lebens weiterhin schätzen. Auf Star Wars Trailer warten. Und auf ein Konzert der Stone Roses.

23.12.2015

2015

Es ist diese Zeit im Jahr. Ja, genau diese. In der man auf ein Jahr zurück blickt und sich wieder erinnert was alles schief gegangen ist und was gut war.
Das Jahr begann wie es endete, ziemlich entspannt. Ich hatte ja nach Weihnachten jemanden getroffen, aber schnell war klar dass das nichts ernstes wird. Also weiter umgeschaut. Und dann fand ich IHN. Meinen Freund. Foto gesehen, Dinge gelesen die er so von sich gab und ein bißchen instant verliebt. Unser erstes Date fand Anfang Februar statt und ich weiß noch wie ich dachte 'Kerr, sieht der brav aus'. Der Abend war schön und ich war mir noch gar nicht sicher ob wir uns wieder sehen. Er sprach aber schon von einem weiteren Treffen. Was mir direkt auffiel: Ich verlor die Zeit aus den Augen wenn ich mit ihm zusammen war. Bei unserem zweiten Date war er mir schon vertrauter. Als wir uns verabschiedet haben, hätte ich ihn so gerne geküsst. Aber ich habe mich nicht getraut. Ich wußte instinktiv, dass dies eine ernste Geschichte wird und wollte nicht zu forsch sein. Als ich ihm das gestand, bekam ich zur Antwort dass ich nichts falsch machen könnte. Bei unserem dritten Date geschah der erste Kuß. Meine Güte war das aufregend. Ich weiß noch heute woher der Spruch mit den Schmetterlingen im Bauch kommt. Seit Anfang März sind wir zusammen. Und es läuft. Anders kann ich es nicht sagen. Wir müssen uns in unserer Beziehung nicht anstrengen, wir haben keine übermenschlichen Erwartungen, wir stressen uns so gut wie nie, wir vertrauen uns und wir behalten jeder unsere Freiheit. Wir fühlen uns sogar freier als jemals zuvor. Ich weiß es klingt komisch. Ich habe ja immer befürchtet eine Beziehung würde mich einschränken, aber nein, das tut sie ganz und gar nicht. Als mein Freund mich im Februar kennengelernt hat, wog ich noch 110 Kilo. Das bringt mich jetzt zum nächsten Thema: mein Gewicht.

Ich hatte vor Weihnachten 2014 wieder zugenommen. Im März diesen Jahres entschied ich mich wieder für eine Fastenkur. Und diesmal konnte ich merken dass ich schon ziemlich gesund lebe. Mein Körper musste wenig entgiften. Bei Twitter stolperte ich über erzählmirnix und ihr Buch 'Fettlogik überwinden'. Der Freund hat es dann für mich gekauft. In der Nacht vom 7. auf den 8. Juni las ich das Buch in einem Zug durch und ging ins Bett. Mit einem Entschluß. Dem Entschluß nach dem Aufwachen etwas zu ändern. App runtergeladen, Kalorien gezählt, immer mal wieder gesündigt (gerade jetzt auch zu Weihnachten) und aktuell bei 82 Kilo. Ich bin von adipös zu leicht übergewichtig. Ich habe teilweise 2-3 Kleidergrößen verloren. Pilates hilft dabei ganz wunderbar. Meine Knieschmerzen haben endlich aufgehört und ich fühle mich wieder wohl in meinem Körper. Ich kann im nächsten Sommer endlich Kleider und Röcke tragen, ohne darunter eine Hose tragen zu müssen. Weil meine Oberschenkel nicht mehr aneinander scheuern. Mir gefällt mein neuer Körper und ich werde 2016 noch ein bißchen weiter abnehmen, bis ich am Ziel bin.

In diesem Jahr war ich endlich mal wieder im Urlaub. Und was passiert da prompt. Ich bekomme eine SMS vom North Country Boy. Der weiß aber dass ich mit jemandem zusammen bin. Ich mußte ihm das doch noch im Juni per SMS rein würgen. Hatte er doch mal gesagt dass es leichter wäre, wenn ich unerreichbar wäre. Er wollte nur hören wie es mir geht. Als ich am Tag meiner Ankunft abends meinen Freund sah, habe ich ihm das direkt erzählt. Er ging damit völlig locker um. Ich glaube das nicht. Ich glaube nicht, dass der einfach nur hören will, wie es mir geht. In den folgenden Tagen stellte sich raus dass er mich etwas sehr persönliches fragen und mir noch einige Dinge sagen wollte. Er hatte mehrere Chancen, aber es kam nix. Was mich wütend hinterließ. Was mich immer noch wütend hinterlässt. Wütend auf ihn und wütend auf mich. Wütend auf ihn weil er wieder seine übliche Scheiße abzieht. Und wütend auf mich weil ich mich ärgere und weil ich diese Sache nicht beenden kann. Ich hätte gerne ein Ende gehabt, Dinge nochmal gesagt...aber nix. Diese Episode bringt mich nun zu etwas das mich im neuen Jahr noch mehr beschäftigen wird, nämlich meine Mutter.

Hach, wo fange ich denn an? Bei den kleinen Gemeinheiten die immer mal wieder kommen. Deine Haare passen nicht mehr zu dir. Wie undankbar wir doch immer alle sind etc. bla bla bla. Ich stolperte vor einigen Tagen im Netz über eine Seite für Töchter (und bestimmt auch Söhne) narzisstischer Mütter. Und da fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Ich hatte immer die Vermutung dass meine Mutter eine Narzisstin ist, aber was ich da über die Folgen für die Kinder las, ließ mich geschockt zurück. Ich erkenne mich da wieder. Zu nahezu 100 Prozent. Ich schleiche um einen Blogpost rum aber ich habe noch nicht die Kraft mich damit auseinander zu setzen. Morgen ist Weihnachten, ich bin nicht bei meiner Mutter. Ich brauche erstmal ein bißchen Zeit und Ruhe.

02.12.2015

Leichtes Übergewicht

Gebe ich mein Gewicht bei einem BMI Rechner ein, ist das meine momentane Situation. Von starkem Übergewicht kommend ist es ein Meilenstein.
Ich kann nicht in Worte fassen wie wohl ich mich derzeit fühle. Es gibt keine Worte dafür. Am Wochenende habe ich Familie und Freunde gesehen. Einige habe ich seit Monaten bzw. Jahren nicht gesehen. Und alle sagen mir wie gut ich aussehe. Wie gesund und entspannt. Zum ersten Mal seit Jahren schaue ich so gerne in den Spiegel. Ich mag meinen längeren Hals, mein trainiertes Dekolleté, meine schmaleren Schultern und mein kleineres und schmaleres Gesicht.
Nächstes Jahr wird es wohl Zeit für einen anderen Haarschnitt. Ich wälze gerade das Internet durch um was schönes zu finden. Auf jeden Fall kürzer. Aber nicht ganz kurz. Schauen wir mal. 14 Kilo sollen noch fallen. Natürlich habe ich letzte Woche stagniert. Aber hey ich hatte Geburtstag und da ist auch mal sündigen angesagt. Ach, eigentlich sündige ich immer noch mit Chips, Pizza, Eis etc. Aber ich eskaliere nicht mehr, sondern halte es auf einem guten Level.
Mein neues Körpergefühl würde ich aber für keinen Preis der Welt eintauschen. Nie wieder.

28.11.2015

38

Während ich gerade noch entspannt im Bett liege, hier ein paar Zeilen von mir. Es ist das Wochenende nach meinem Geburtstag. Wieder ein Jahr älter also. Wenn ich auf das abgelaufene Lebensjahr zurückblicke, sieht das eigentlich gar nicht so schlecht aus. Was am Mann liegt, aber auch einfach daran wie ich mich inzwischen fühle. Nämlich immer jünger und immer attraktiver. Am Montag erzählt mir der Mann plötzlich dass mein Geschenk aus England ja noch früh genug angekommen sei. Geschenk aus England? Ich hatte doch bereits mein Geschenk erhalten. Mir fällt ein dass wir mal einerseits ganz witzige Star Wars Kleidchen gesehen haben und andererseits mal ein ganz cooles Shirt von Ian Brown. Ich tippe also und höre schon raus dass es eins der beiden sein wird. Dienstag erwartet mich dann dies: ein Tanktop mit dem Gesicht von Ian Brown. Ich freue mich so sehr dass ich meine Rührungstränchen wegdrücken muß. Mir fehlen ein bißchen die Worte. Der Geste wegen und einfach überhaupt. Noch sitzt das Teil etwas eng aber das wird sich schnell geben, davon bin ich überzeugt.
Später dann ein Besuch bei meiner Mutter. Die sieht ziemlich schlecht aus und ich bin ein bißchen besorgt. Dann ab zum Mann, Pizza essen. Und es beginnt der Teil des Abends auf den ich mich schon seit Wochen freue. Meine Lieblingsband ist in der Stadt. Früher traf ich deren Sänger regelmäßig aber da ich meinen alten Job nicht mehr mache beschränken sich Kontakte jetzt auf Social Media Aktivitäten. Ich hatte die Band ja bereits in Dublin live gesehen und war hin und weg. Diesmal war es natürlich besonders weil der Mann dabei war. Bis zum Jahr 2012 war ich ziemlich regelmäßig auf Konzerten. Als ich mich entschloß eine Therapie zu machen, ging ich nicht mehr auf Konzerte. Ich hatte plötzlich Angst in größeren Menschenmengen und wollte lieber allein sein. Dublin vor zwei Monaten fühlte sich aber an wie eine Wiedergeburt. Ich fühle mich endlich wieder stark, eigentlich sogar stärker als vorher. Es ist eben tatsächlich so dass man manchmal am Boden sein muß um dann gestärkt wieder aufzustehen. Das Konzert war natürlich super. Ich war natürlich ziemlich aufgedreht und dem Mann hat es auch gefallen. Ich war mir da anfangs nicht so sicher. Mittwoch dann ausgedehntes Shopping. Mein größter Triumph: in Hosen von 50/52 runter auf 44, in Oberteilen von 50/52 runter auf 44/46. Ich schaue gerne in den Spiegel und ich liebe das was ich sehe. Das werde immer mehr ich. Eine Frau die sich nicht mehr verstecken muß, sondern die raus ins Leben gehört. Aktuell fehlen mir noch knapp 14 Kilo bis zum Ziel aber die nehme ich locker bis zum nächsten Sommer. Auch wenn Menschen in meiner Umgebung Angst haben dass ich langsam magersüchtig werde. Lasst euch gesagt sein: Ich weiß was ich tue. Ich werde zwar damit leben müssen dass an einigen Stellen die Haut hängen bleibt aber so sicher bin ich mir da noch nicht ob das bleibt. Ich gehe jetzt einfach mal davon aus dass 2-3 Stellen so bleiben. Kann mich aber auch nicht davon überzeugen die abgenommenen 35 Kilo wieder zuzunehmen.
Das wohl schönste Kompliment bekam ich am Dienstag vom Mann: 'Du siehst so jugendlich, frisch und strahlend aus'.
Und ich erwische mich tatsächlich dabei dass ich mehr lächle und mich einfach sauwohl in meiner Haut fühle.

19.11.2015

The Rocking K

Es passiert gerade so wenig. Aber es passiert immer etwas. Seit Anfang November arbeite ich in einem anderen Bereich der mir viel Spaß macht. Und der mich vor allen Dingen wieder viel mehr fordert. Nicht mehr Akkord und zack zack arbeiten, sondern sich die nötige Zeit und Sorgfalt nehmen können auf die ich Wert lege. Ich bin wieder entspannt bei der Arbeit und eben nicht mehr gestresst.
In meinem Privatleben ist es ruhig geworden. Eine Tatsache die ich sehr begrüße. Ich bin glücklich den Mann an meiner Seite zu haben. Er macht mein Leben spannender und lustiger und bereichert es auf jede erdenkliche Art und Weise. Er hat mir gezeigt dass ich eben weder zu blöd bin eine Beziehung zu führen, noch das ich nicht liebenswert sei. Es gibt diese kleinen Momente in denen er mich ansieht und ich genau weiß, warum er es ist mit dem ich zusammen bin. Wir sind alles: Kumpel, Partner und manchmal einfach herrlich bescheuert. Es kommt immer häufiger vor dass der eine etwas sagt was der andere gerade denkt (Wir fügen gedanklich häufiger die Twilight Zone Musik ein). Ich kriege nicht genug von dem Gefühl einfach mal ich selbst sein zu dürfen. Mir keine Gedanken darüber zu machen ob ich jetzt gerade auch möglichst sexy da rumliege etc. Ich darf einfach ich selbst sein. Mit allen Ecken, Kanten und strubbeligen Haaren.
Mein Körper und ich verstehen uns immer besser. Aktuel fällt gerade die 85 und ich bewundere gerade häufiger meine Beine aber auch meine immer schmaler werdenden Schultern. Und mich stört es noch nicht mal dass ich wohl Hängeärmchen und eine kleine hängende Partie an den Oberschenkeln mitnehmen werde. Man darf eben bei gerissener Haut Jahrzehnte später keine Wunder erwarten. Ich kann es kaum noch abwarten bis ich am Ziel bin. Das werde ich mit allergrößter Wahrscheinlichkeit nächstes Jahr im Sommer erreicht haben.
Auf noch etwas freue ich mich nun: Ich habe in ein paar Tagen Geburtstag. Ich werde ein Konzert besuchen und ein paar entspannte Tage verbringen, da ich noch Urlaub habe. Und morgen bereits mein erstes Geschenk bekommen.

31.10.2015

Saturday's Kids

Unter der warmen Decke liegen und den Mann vermissen. Der lag letzte Nacht warm und kuschelig neben mir. Ich mag dieses Pärchendingen auch nach 8 Monaten immer noch. Auch oder besonders, weil er damit klar kommt dass ich gerade etwas indisponiert bin.
Letztes Wochenende war ich dauergenervt. Ohne zu wissen was eigentlich los ist. Montag Vormittag blicke ich in den Spiegel. Ein Herpes. Und was für einer. Sonst trifft es immer nur meine Lippe. Diesmal macht er sich auch auf der Haut breit. Ich bin kaputt, schlafe viel und gönne mir Ruhe. Die nächste Woche wird ein bißchen anstrengend. 5 Tage Training um dann in den neuen Job zu starten.
Mich begleitet die Frage ob der Herpes ein Resultat des North Country Boy Generves ist. Stimmt mein Stressmanagement mal wieder nicht? Hat mich das Ganze mehr genervt als ich zugeben will? Es ist egal. Es ist Vergangenheit.
In der Gegenwart ist alles gut wenn der Mann da ist.

21.10.2015

North Country Boy Part 40 - Label geschlossen

Meine Lieben,

es ist Zeit dieses Label endgültig zu schließen. Die Texte bleiben, aber ich werde zukünftig nichts mehr dazu schreiben. Stattdessen werde ich vielleicht endlich mal das Buch anfangen zu schreiben, welches mir seit Jahren im Kopf rumspukt. Alle Einträge unter diesen Label lasse ich als Inspiration stehen.

North Country Boy Part 39

Genug. Endgültig. In der Nacht zu Montag auf Dienstag verabschiede ich mich mit einer Nachricht, da ein Gespräch mit ihm nicht möglich war. Ich wünsche keinen Kontakt mehr, egal was in seinem Leben passiert. Egal, ob er in irgendeiner Ecke rumliegt oder sonstwas. Ich habe viel zu lange ausgehalten und meine Klappe gehalten. Und genau darauf habe ich keinen Bock mehr. Ich will nicht mehr stillhalten, sondern die Grenze ziehen. Diese Abhängigkeit endgültig beenden. Ich bin nicht mehr abhängig davon dass er mich attraktiv findet. Das ist vorbei. Ich weiß jetzt wo ich stehe. 
Ich bin nicht mehr bereit Rücksicht zu nehmen oder Schritte zurückzugehen. Das hier ist mein Leben, das lebe ich. Nicht er. Ich bin frei und glücklich und da ist keinen Platz mehr für jemanden der manipulativ und missbräuchlich ist.

19.10.2015

North Country Boy Part 38

Ich kann richtig merken wie lästig ich werde wenn ich mal den Spieß umdrehe. Er will mir was sagen. Ich halte also tagelang die Füße still und warte auf einen Vorschlag wann wir sprechen. Und heute reicht es mir dann endgültig. Ich rufe ihn einfach mal in schöner Regelmäßigkeit an. Ist doch kein Problem, er kennt das doch. Hat er doch bei mir auch immer gemacht. Um 15.30 Uhr erreiche ich ihn endlich und werde auf später vertröstet. Auf das später warte ich immer noch. Mein letztes inneres Ultimatum läuft. Und wenn das abgelaufen ist, dann kann das blöde und manipulative Arschloch zur Hölle fahren.

I belong to you

In einer Konzerthalle stehen. Seine Hand ist auf meiner Hüfte und ich spüre seine Wärme. Ich sehe ihn an und muß lächeln. Wie immer eigentlich. Heute morgen neben ihm wach werden. Unter einem Berg aus Decken vergraben, liegt mein Kopf auf seiner warmen Brust. Ich rieche seine Haut und kann nicht genug davon kriegen. Würde am liebsten die Zeit anhalten. Aber das Leben muß weitergehen. Als ich das Haus verlasse, gehe ich mit der Gewissheit ihn bei mir zu tragen. Egal wo ich hingehe, er ist immer in meinem Herzen. Er umgibt mich wie ein unsichtbares Schutzschild.
Ich weiß zum ersten Mal wo ich hingehöre. Zu ihm. Und das fühlt sich so gut an, dass ich davon gar nicht genug bekommen kann. Es fühlt sich schwerelos an. Entspannt und glücklich machend.