11.10.2020
I'm trying to not give a damn
18.09.2020
Mama, I can't love you no more
Seit Tagen quälen mich wieder binge eating Anfälle und plötzlich kommen auch Alpträume dazu. Nachts im Schlaf greifen Dinge nach mir und versuchen mich in die Tiefe zu ziehen. Ich werde morgens wach, fühle mich erst okay. Bis dann die Erinnerung einsetzt und mich der Mist aus dem Schlaf noch den ganzen Tag verfolgt. Gestern geht dann gar nix mehr. PMS, Überforderung auf der Arbeit und der bevorstehende Geburtstag meiner Mutter bringen mich fast an den Rand eines Zusammenbruchs. Ich frage mich, wann ich mich endlich mal wieder normal fühlen kann?! Wann ich nicht das Gefühl habe, immer wieder in Löcher zu fallen oder emotional zu ertrinken?!
Meine Mutter hat heute Geburtstag. Und es sind fast 9 Monate vergangen seit unserem letzten Kontakt. Fühle ich mich damit einigermaßen gut? Ja, ich will nicht zurück. Gleichzeitig nagt das aber dieses Schuldgefühl in mir. Dass ich ein schlechtes Kind bin, weil ich mich nicht melde. Ein böses Kind. Undankbar und egoistisch. Und dass es da sowieso immer andere Kinder gibt, die besser sind als ich. In mir sind die Gedanken und Gefühle so tief verwurzelt und ich schaffe es aktuell nicht, sie einfach rauszureißen. Sie graben sich tiefer in mein Herz und meinen Verstand und ich erwische mich immer wieder dabei, mich ständig zu verurteilen. Du musst ein gutes Kind sein und deine Mutter anrufen.
Dabei gilt tatsächlich folgendes: Ich muss gar nichts, da es mein Leben ist. Ich darf entscheiden, wenn ich rein lasse und wer draußen bleibt. Und ich brauche nicht mehr den Menschen, der mich immer abgelehnt hat und für den ich nie genug war. Und der es mir gerne auch immer wieder mitgeteilt. ich möchte nur endlich den Weg finden, dem inneren Kind endlich mal aus diesem Loch zu helfen. Es gibt Menschen, die mich lieben. Und die auch mit den schwierigen Dingen umgehen können. Oft sogar viel besser, als ich es kann. Ich kann es gerade absolut nicht. Ich werde von einer Mischung aus Scham, Wut, Schuldgefühlen und Schmerz in die Mangel genommen und ersticke mit dem Essen jedes weitere negative Gefühl. Weil ich es mir selbst nicht erlaube, die ganze verdammte Scheiße einfach mal rauszulassen. Ich vertraue meinen eigenen Emotionen nicht und denke mir oft, dass es andere viel schlimmer haben. Ich schaffe es nie, mich von der Negativität anderer abzuschotten. Weil ich nie gelernt habe, mich zu distanzieren. War bei meiner absolut übergriffigen Mutter nicht möglich. Momentan kommt der Körperhass noch dazu. Ich wiege noch mehr, als vor meiner Abnehmphase und fühle mich da auch wie eine absolute Versagerin.
Fühle ich mich eigentlich irgendwann mal nicht als Versagerin in meinem Leben? Im Moment sehe ich kaum das Licht am Ende des Tunnels. Da ist so viel Tunnel und ich habe gefühlt gerade weder die Kraft, noch die Geduld durchzuhalten. Ich spüre gerade nicht mehr die Energie in mir, um Dinge zu ändern. Ich hoffe, dass sich das in absehbarer Zeit wieder ändern wird.
Meine Mutter aber kann und werde ich nicht mehr kontaktieren. Es gibt nichts mehr zu klären, da sie eh unfehlbar ist und keine Fehler macht. Und anstelle mal auf meine Aussagen zu reagieren, würde sie wieder alles so drehen, dass sie am Ende das Opfer ist.
31.08.2020
31082020
24.06.2020
Less bitter
20.06.2020
Who am I?
03.04.2020
Ein Lebenszeichen
Ich möchte nicht mehr denken, dass ich wertlos bin. Nicht gut genug. Ich möchte nicht mehr essen, um negative Gefühle wegzudrücken.
Ich muss meine Mutter nicht lieben. Ich muss nicht mehr darüber schweigen, was sie alles getan hat. Dinge entschuldigen oder klein reden.
Ich habe aktuell fast eine Woche Urlaub hinter mir. Viel Zeit zum nachdenken. Ich möchte definitiv wieder das ganze Gewicht los werden. Meinem Körper geht es gerade nicht gut. Und wenn dieses Gewicht irgendwann wieder runter ist, werde ich trotzdem eine Therapie machen. Das Gewicht ist nur ein Symptom für etwas. Etwas, dass ich tief in mir vergraben habe. Und von dem ich weiß, dass ich es endgültig angehen muss.
Ich bin und bleibe der festen Überzeugung, dass jeder Mensch das Recht hat glücklich zu sein. Auch wenn es bedeutet, Menschen aus dem eigenen Leben zu werfen. Auch wenn es die eigene Mutter ist. Irgendwann ist sie eh nicht mehr da und ich muss sowieso mit meiner eigenen Scheiße klar kommen.
Ich muss lernen mich abzugrenzen. Andere nicht mehr so nah an mich ran zu lassen. Nicht mehr für Dinge Verantwortung zu übernehmen, die nicht in meiner Verantwortung liegen.
Meine innere Stimme sagt mir gerade: 'Du wirst das schaffen!'
07.02.2020
Down in a hole
29.12.2019
2019
The Favourite (Giorgos Lanthimos, I just love you)
Booksmart (der Mann und ich waren alleine im Kino und haben so dermaßen laut und viel gelacht)
Blinded by the Light (britisch-sozialkritisches Kino at its best, und dann noch die Musik vom Boss)
Rocketman (dieser Film ist all das, was Bohemian Rhapsody hätte sein können)
Once Upon a Time in Hollywood (die Szenen in der Villa inklusive der Gesichtskirmes von DiCaprio)
Mid90s (fuckshit, ein sehr schönes Regiedebüt von Jonah Hill)
Joker (schauspielerisch brillant)
Apocalypse Now Final Cut (ein Traum ging in Erfüllung diesen Film mal im Kino zu sehen)
Destroyer (im Kino verpasst und im Streaming dann von Nicole Kidman umgehauen worden)
Vice (Bale ist brillant wie immer)
The Report (nicht im Kino gesehen)
Fahrenheit 9/11
John Wick 3 (nicht so gut wie der zweite aber Keanu ist immer noch top)
The Dead don't die (Adam Driver im Smart und der Millenium Falcon Schlüsselanhänger)
The Sisters Brothers
Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford (Roger Deakins hinter der Kamera, das kann nur epische Bilder bedeuten)
noch geplant:
Marriage Story
The Lighthouse
The Irishman
The Beach Bum
Leid und Herrlichkeit
Van Gogh
Good Omens (jede einzelne Minute geliebt)
The Boys (herrlich böse, besonders ist die Szene mit dem Delfin hervor zu heben)
Peaky Blinders Staffel 5 (der gesamte Cast dieser Serie ist überdurchschnittlich gut)
The Witcher (Toss a coin to your witcher, ich liebe es)
In enttäuschenden Serien:
Game of Thrones Staffel 8 (dazu muß man nicht mehr viel sagen, oder?!)
- gesundheitlich auf dem Zahnfleisch: im Februar final mit CMD diagnostiziert werden und dann im Jahresverlauf endlich aufraffen um eine Aufbissschiene zu bekommen, seitdem kaum noch lähmende Kopfschmerzen oder andere Maleste
- drei Hexenschüsse, ein mehrfach blockiertes Illiosakralgelenk
- auf der Arbeit ein weiteres Jahr im Projekt vollmachen, die Nervkollegin hat zum Glück die Abteilung gewechselt
- auf diesem Blog viel zu still sein, weil ich alles lieber mit dem Mann bespreche oder nach innen kehre (was sich in binge eating niederschlägt)
- Gewichtsmäßig einfach nur zulegen und jede negative Emotion ersticken
- miterleben, wie der Krebs weiterhin im Körper meiner Schwester tobt, inklusive OP mit dem Ergebnis künstlicher Darmausgang - da werden eigene Probleme oft verschwindend klein
- weiterhin 3 Mal die Woche im Fitnessstudio sein. Und sehen, wie unter dem Körperfett Muskeln wachsen
- viele schöne Momente mit dem Mann inklusive dem ersten gemeinsamen Urlaub in Dublin - u.a. Besuche am Meer (Satz des Urlaubs: 'Me ear's fucked')
- nie an der Liebe des Mannes zweifeln
- Birkenstocks wieder für mich entdecken
- Nachmittage im Lieblingscafe
- neue Brillen
- neues, politisch hoch aktuelles, Album der Specials
- The Specials und Saffiyah Khan live sehen
- das Remaster von Prince '1999' in den Händen halten
- endgültig zu realisieren, dass ich meiner Mutter einfach total egal bin
- viele Kinofilme (Knives out, Weathering with you, Little Women, Queen & Slim, 1917 im Januar), Dune (worauf ich mich besonders freue)
- Paul Weller wieder live sehen
- das Software Tester Zertifikat endlich in Angriff nehmen
- mehr lesen (hier liegt ein Stapel)
- mehr bloggen
- weniger im Internet, sondern mehr im echten Leben sein
- Zielgewicht erreichen
- Yoga und Pilates wieder in den Alltag einbauen
- mehr Kontakt zu Freunden
- less bitter more glitter
- eventuell mit dem Mann ein Blogprojekt starten
11.11.2019
Wenn die Maske fällt
19.06.2019
Krebsistimmernocheinarschloch
Ich will den Kopf in den Sand stecken. Alle Gefühle abstellen. Nichts mehr fühlen. Weglaufen. Rennen und nicht mehr aufhören. Meine Schwester, bei der letztes Jahr ein Tumor diagnostiziert wurde, hat zwei weitere Tumore. Eine weitere, große OP steht bevor. Ich weiß nicht mehr, was ich denken und fühlen soll. Ich fühle mich wie betäubt. Ersticke jedes Gefühl mit Essen und kann gerade damit nicht aufhören. Nächste Woche geht es in den Urlaub. Zu ihr. Und vielleicht muß sie dann schon ins Krankenhaus. Wie immer gibt keiner die Hoffnung auf. Aber im Hinterkopf sitzen natürlich all die negativen Gedanken. Die schlimmen. Die, die sich nicht abstellen lassen.