24.07.2016

I stay so high

Die letzten Tage hatten etwas von auf Wolken laufen. Lag wahrscheinlich an den Reaktionen zu meinem Fettlogik Artikel. Zu lesen, dass viele Menschen ähnliche Dinge erlebt haben, ist emotional und äußerst befreiend. Denn häufig ist es schwierig mit den eigenen Emotionen klarzukommen und vor allen Dingen diese ernst zu nehmen. Empfindungen zu akzeptieren, auch wenn dir andere erzählen wollen, dass deine Empfindungen falsch sind oder du dich anstellst.
Der Fettlogik Text hat mich nochmal weit in die Vergangenheit befördert. Zurück zu meinem unsicheren, jüngeren ich. Aber inzwischen merke ich, dass mir so ein Wurf zurück nicht mehr so viel ausmacht. Ich kann mein jüngeres ich dort abholen wo es verloren ging. Ich kann es an die Hand nehmen und ihm sagen dass irgendwann alles besser wird. Mein jüngeres ich spukt mir tatsächlich gerade im Kopf bzw. auf meinem Kopf herum. Ich überlege mir wieder die Haare kurz schneiden zu lassen. Richtig kurz, ein Pixie. Aber ich bin noch unsicher. Ich fühle mich gerade so, als müßte ich nichts mehr verstecken. Als könnte ich mich einfach so zeigen wie ich bin. Egal, wie lang meine Haare sind. Egal, welche kleinen Stellen an meiner Haut hängen. Weil gerade ein paar Zentimeter von mir die Person sitzt, die mich liebt. Und noch wichtiger ist dass ich mich endlich liebe. Bedingungslos. Egal, ob das mit dem Kalorien zählen gerade klappt. Egal, ob die Haare gerade liegen. Egal, ob die Haut hängt.
Ian Brown singt, mir weht eine leichte Brise um die Nase und der Mann und ich sitzen schweigend zusammen. Sonntage sollten öfter so sein.

14.07.2016

Das mußte mal raus

Ich habe mir die letzte Nacht um die Ohren gehauen und etwas geschrieben. Etwas das längst raus wollte:

https://fettlogik.wordpress.com/2016/07/14/gastbeitrag-die-kontrolle-wiedergewinnen/

Ich laufe gerade ein bißchen wie auf Watte, dank der vielen lieben Kommentare, die mich heute erreicht haben. Danke an euch alle!! Ob reale oder virtuelle Menschen. Die realen sind einer der Gründe, warum ich noch da bin und die virtuellen sorgen dafür, dass ich heute viel gelächelt habe.

07.07.2016

Best of me

Der Mann und ich laufen vom Supermarkt nach Hause. Ein junger Typ im Parka kommt uns entgegen und läuft komisch. 'Der läuft wie Ian Brown', denke ich. Als er vorbei ist, sagt der Mann: 'Der lief doch wie Ian Brown'. Ich muß laut lachen. Wieder einer unserer sogenannten Twilight Zone Momente.


Gestern mußte ich plötzlich daran denken, in welch glücklicher Lage wir sind, denn der Mann ist wirklich mit der besten Version von mir zusammen. Ich war noch nie so entspannt, locker und glücklich wie ich es aktuell bin. Kein bißchen unsicher mehr. Ich habe all die blöden Verhaltensweisen abgelegt, die mich früher selbst so genervt haben. Und warum? Weil ich geliebt werde. Bedingungslos. Ich kann mir seiner Gefühle absolut sicher sein. Mittlerweile bin ich mir auch absolut sicher was mich selbst angeht. Ich bin nicht unantastbar oder perfekt, aber ich habe auch nicht mehr das Gefühl dass ich mich irgendwie verstellen muß.


17.06.2016

Eine Woche zum Vergessen

Diese Woche scheitere ich so kläglich mit dem Kalorien zählen. Montag fühlte ich mich ein bißchen uselig, machte mir aber noch keine weiteren Gedanken dass meine Hormone ein Grund dafür sein könnten. Laut Blick in den Kalender dauert es ja noch knappe 7 Tage. Als ich Dienstag aufstehe, hat sich das mit den 7 Tagen erledigt. Meine Tage sind da. Und ich fresse wie ein Scheunendrescher. Stopfe Süßes in mich rein bis zum Gehtnichtmehr. Esse riesige Portionen und kann irgendwie nix dagegen tun. Ich habe Wasser im Körper und meine Waage zeigt heute morgen 77,3 Kilo an. Ich will das nicht. Sonntag ist der Spuk vorbei und dann habe ich mich hoffentlich wieder besser im Griff.
Heute sind neue Oberteile angekommen. In 36/38. Hilft meiner Motivation gerade auch nicht. Ich fühle mich einfach wie ausgekotzt. Geht bestimmt schnell wieder weg, aber nervt mich gerade extrem. Die letzten Kilos kosten mich so viel Kraft. Vor einem Jahr war das alles irgendwie leichter.

15.06.2016

Katze on the run ist 4

Ich bin ein bißchen spät, aber Veränderungen in meiner Wohnung waren wichtiger. Neue Möbel und ein umgestelltes Wohnzimmer lassen mich jetzt noch lieber Zuhause sein. 4 Jahre Katze on the run heißt viele Kilometer gelaufen, viele Menschen verloren, einige dazugewonnen, viele Kilos verloren. Und den Mann kennengelernt. Das Leben ist leichter geworden. Ich höre mehr auf die innere Stimme und lasse mich nicht mehr so leicht aus der Bahn werfen. Abhängigkeiten der Vergangenheit sind gekappt. Ich rauche nicht mehr und achte ansonsten auf mich. So darf das gerne weitergehen.

Ich danke euch für's lesen und kommentieren. Das freut mich jedes Mal einfach riesig. Katze on the run geht natürlich weiter. Meine Vergangenheit kann ich ja nicht einfach wegwischen und sie wird mich bestimmt immer mal wieder einholen. Vor 4 Jahren steckte ich in einer ausgewachsenen Lebenskrise und konnte nicht mehr weiter. Geholfen hat mir das Schreiben. Manchmal ist es schmerzhaft vergangene Dinge zu lesen, manchmal bringt es mich zum Lachen. Aber ich kann immer noch alles unterschreiben was ich lese. Selbst wenn mein heutiges ich mein damaliges ich gerne manchmal schütteln würde :-)

Also, hoch den Gin Tonic auf weitere Posts und auf euch <3

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08.06.2016

Ein Jahr Fettlogik überwinden

Vor exakt einem Jahr das Buch gelesen, auf Kalorienverbrauch geachtet und zack, 30 Kilo abgenommen. Kleidergröße vor einem Jahr: 48/50. Kleidergröße heute: 38/40. Gewicht vor einem Jahr: 105,4 Kilo. Gewicht heute: 74,8.
Ich habe schon häufiger darüber geschrieben wie es sich anfühlt normalgewichtig zu sein. Und werde nun darüber auch nicht viel schreiben, da ich gerade an etwas anderem sitze. Aber dazu verrate ich noch nix.
Die letzte Woche hat mich unglaublich Kraft gekostet. Mir ging es psychisch einfach nicht gut, weil ich an den North Country Boy dachte. Dazu kam noch, dass ich von einem entfernten Verwandten seinerseits (der mich aber nicht kennt) bekocht wurde. Ich habe viel nachgedacht, überlegt ob ich ihm schreibe. Plötzlich fiel mir ein Satz ein, den meine Therapeutin vor Jahren mal zu mir sagte: 'Was bringt es Ihnen eigentlich wenn er sich meldet? Hat das ein Nutzen für sie?'
Irgendwie hat mich dieser Gedanke aufgeweckt. Es bringt tatsächlich nix mit ihm Kontakt zu haben. Außer jede Menge Theater und Generve. Das letzte Wochenende, welches ich mit dem Mann verbrachte, lud dann endgültig meine Batterien wieder auf. Am Montag erledigte ich einige Sachen und dann führte mich der Weg in ein großes Bekleidungsgeschäft. Dort sah ich MEIN Kleid. Ich mußte es anziehen. Und es passte in 38. Ein neues Oberteil in 38 kam ebenfalls mit. Und eine Bermuda in 40. Gestern dann Kino. 'Sing Street', ein wunderbarer irischer Film, der in Dublin spielt und bei mir akute Dublin Sehnsucht geweckt hat. Noch mehr Liebe für den Mann, da er sich in einer Szene überhaupt nicht mehr einkriegt vor lachen.
Ich schaute gerade alte Fotos an. Fotos, auf denen ich 120 Kilo wog. Und schickte dem Mann einige davon. Seine Feststellung: Das Übergewicht hätte mich älter gemacht. Dann noch folgender Satz: 'Du bist die einzige Frau, die im Alter schöner und sexier wird'.
Ganz ehrlich: Warum sollte man da noch irgendeinem Typen aus der Vergangenheit nachweinen?

Sonntag wird Katze on the run übrigens 4. 4 Jahre in denen sich so viel verändert hat.

01.06.2016

400.

400 Einträge in fast 4 Jahren. Und der heutige wird ganz besonders wirr und seltsam. Nur schonmal als Vorwarnung.
Mein gestriger Arbeitstag war so frustrierend. Ich war ernsthaft so weit wieder in meinen alten Job zurück zu gehen, weil ich mehr scheinbar nicht kann. Mit verspanntem Nacken ab nach Hause und direkt ins Bett. Was mich in meinen Träumen erwartet hat, war dann aber auch nicht besser. Wiedersehen mit dem North Country Boy. Der so ganz anders war als ich ihn kenne. Fürsorglich, beschützend. Nach einer gemeinsamen Nacht trete ich aus dem Haus und die Welt liegt in Schutt und Asche. Nur mein Haus steht noch. Und er sagt mir wie schön ich aussehe, wenn ich barfuß über das Geröll laufe. In einem anderen Moment küsst er mich einfach nur. Er ist nicht pushy wie sonst, sondern ganz vorsichtig. Ich schlafe mit ihm, aber auch das ist so anders. Ich bin in diesem Traum übrigens Single (das beruhigt mich ein bißchen). Auf einmal sieht der North Country Boy aus wie Christian Bale. Hilfe!!!!

Andere Szene: Ich laufe einem ehemaligen Kollegen von mir in die Arme (in den ich mal verknallt war). Als er mich wiedererkennt, fällt er mir um den Hals und fragt mich wie es mir geht. Um sich dann am Ende von mir wie folgt verabschieden: Mit einem Stirnkuß. Und der Aussage wie süß ich doch bin. Dass er mich ganz bald wiedersehen will.

Als ich wach werde, fühle ich mich wie in einem schlechten Film und gehe erstmal nach draußen. Kopf frei kriegen. Einkaufen gehen. Mit einem Gesichtsausdruck der zum Wetter passt (es nieselt und der Himmel ist grau). Vor mir an der Kasse steht ein dunkelhaariger Typ in den 30ern (schätze ich) der mich, während er seine Sachen einpackt, schon sehr freundlich anlächelt. Plötzlich sagt die Kassiererin zu einem Pärchen: 'Die Zigarette bitte erst draußen anzünden. Danke!!' Der Typ und ich gucken erstmal etwas erstaunt und müssen dann lachen. Die Kassiererin guckt auch nur etwas kariert. Ich glaube ja, der Typ lässt sich mit dem einpacken extra lange Zeit bis ich fertig bin ;). Als ich alles eingepackt habe und Richtung Ausgang gehe, höre ich nur: 'Nehmen Sie mich mit, ich habe Angst vor diesem Pärchen'. Ich muß lachen und wir laufen gemeinsam Richtung Ausgang. Er sagt dann noch: 'Heute wird ein wunderschöner Tag' und zeigt mit einer Geste auf den Himmel. Nieselregen und grau. Ich muß lachen und er wünscht mir einen schönen Tag. Ich ihm auch. Er wechselt auf die andere Straßenseite und dreht sich immer wieder zu mir um. Ich versuche nicht so auffällig hinzusehen. Auch wenn ich vergeben bin, hat dieser nette unbekannte Mann meinen gestrigen beschissenen Tag und die chaotische Nacht einfach weggewischt. Danke <3

28.05.2016

Bullshit-Bingo

Folgende Sätze möchte ich in Zukunft nicht mehr hören:

'Also jetzt ist mal langsam gut mit dem Abnehmen'
'Du wirst noch magersüchtig'
'Du bist doch schon dünn genug'
'Jetzt übertreibst du aber'
'Du bist doch schon sportsüchtig'

Ich bin heute tatsächlich etwas angenervt. Ich möchte mich nämlich zukünftig nicht mehr rechtfertigen müssen dass ich abgenommen habe. Niemand, der übergewichtig ist, muß sich vor mir rechtfertigen, warum er nicht abnehmen will oder warum er übergewichtig ist. Jeder darf das wiegen was er will. Was ich allerdings nicht mag ist die Tatsache, dass sich Leute bemüßigt fühlen meine Abnahme ständig zu kommentieren. Zu kommentieren, dass ich mein Essen wiege und über meine Portionen eine App führe (das erzähle ich wenn man mich nach meinen Tipps fragt und natürlich weise ich auf Fettlogik überwinden hin). Und dass ich 6 Mal die Woche Sport mache (weil ich es liebe meinen Muskeln beim wachsen zuzusehen und weil Pilates und Yoga entspannen, mein Job ist psychisch fordernd und der Sport entspannt mich). Ja, ich weiß ich habe keine Kinder und demzufolge auch kein Kind welches ADHS hat. Ich kritisiere meine Gegenüber auch nicht, weil er/sie übergewichtig ist. Das ist seine/ihre Sache. Dafür möchte ich umgekehrt nicht sportsüchtig genannt werden oder dumme Sprüche hören, weil ich jetzt auf mich achte (was ich jahrzehntelang versäumt habe). Ich will halt gerne lange gesund bleiben, zumindest soweit wie ich es beeinflussen kann).
Dazu fiel mir etwas aus der Vergangenheit ein. Ich hatte vor einigen Jahren eine ehemals gute Freundin die durch Metabolic Balance ziemlich viel abgenommen hat (ich erinnere mich an einen Besuch in meiner damaligen Playmobilküche bei der sie Essen mitbrachte. Solche Gäste sind mir übrigens immer willkommen ;-). Wenn ich mich richtig erinnere, habe ich sie dafür nicht angebitcht oder Angst gehabt, dass sie magersüchtig wird. Ganz im Gegenteil, ich fand es super was sie geschafft hat und war stolz auf sie. Und ich weiß dass sie, auch wenn wir keinen Kontakt mehr haben, es umgekehrt bei mir genau so gut finden würde. Und es mir gönnen würde. Sie hätte keine Angst, dass ich magersüchtig werde oder womöglich verhungere. Sie würde unterstützen und mir wahrscheinlich sagen dass sie stolz auf mich ist. Wie ich es umgekehrt auf sie war. Keiner meiner engsten Vertrauten hat Angst dass ich in eine Eßstörung falle.
Es nervt mich einfach nur dass mein Körper plötzlich Gesprächsthema ist. Wenn du unzufrieden mit dir bist, dann ändere es halt. Wenn du nicht bereit bist, dafür kleine Entbehrungen auf dich zu nehmen, dann kritisiere mich nicht dafür, dass ich sie auf mich nehme. Ich tue es gerne, denn meine Lebensqualität ist so viel besser geworden. Selbst wenn ein bißchen Haut an meinen Armen, Oberschenkeln und am Bauch hängt. Viele wissen natürlich nicht, dass ich eine Therapie hinter mir habe und da die Veränderungen begonnen haben. Ich führe diesen Prozess nun zu Ende. Wenn ich jetzt in den Spiegel schaue, dann bin ich genau die, die ich innerlich schon immer war. Ein Energiebündel. Manchmal total nervig. Manchmal total schwierig. Manchmal nachtragend. Manchmal widersprüchlich. Immer wieder und immer noch unsicher.

20.05.2016

Loslassen

Mein Körper. 76 Kilo. Normalgewicht. 8 würde ich gerne noch verlieren, aber im Moment passiert nicht viel. Ich perfektioniere gerade diese 'Ich esse soundso viele Kalorien und halte mein Gewicht' Phase.
Heute bekam ich ein Päckchen mit neuen Anziehsachen. Mittlerweile kaufe ich jeden Monat etwas neues weil Mode mir einfach Spaß macht. Weil mein Körper mir immer besser gefällt. Und trotzdem hatte ich heute einen Moment in dem ich innehielt und dachte: 'Sind das wirklich meine Beine?' Die Antwort ist natürlich: JA. Es ist immer noch ungewohnt beim Duschen Knochen zu fühlen. Selbst wenn ich das Gesicht wasche, fühle ich Knochen. Der Mann ist fasziniert von meinen Beckenknochen. Wie ausgeprägt die sind und wie kitzelig ich da vor allen Dingen bin.
Auf den Bildern sieht man meinen Körper. Er wird mir immer vertrauter. Und trotzdem ist er mir oft einfach noch fremd. Ich war mindestens zwei Drittel meines Lebens übergewichtig, ich muß mich erstmal daran gewöhnen es nicht mehr zu sein. Ich muß immer noch die dicke Person in mir gehen lassen. Aufhören, mich nur über mein Äußeres zu definieren. Selbstverständlich mit meinem Körper werden. Die Spuren des Übergewichts akzeptieren. Einfach weiter Sport machen und die Veränderungen wahrnehmen. Erfreut sein über meine neue Beweglichkeit. Über Bewegungsdrang und die Schmerzfreiheit bei jeder Bewegung.
Ich habe mich innerlich verändert. Ich bin bei mir und ich mag mich jeden Tag ein bißchen mehr. Es gibt jemanden in meinem Leben der mich so liebt wie niemand es sonst tut.
Vor ziemlich genau 4 Jahren sagte ich dass ich nicht mehr kann. Und hatte fast nicht mehr die Kraft aufzustehen und weiterzugehen. Mußte mir eingestehen dass ich mal wieder viel zu lange ausgehalten habe. Nicht ehrlich zu mir war. Zeichen ignoriert habe.
Heute ist das anders. Ich habe wieder Kraft und Energie. Ich bin gesund, fit, glücklich, in mir ruhend. Bei mir, und nicht mehr Lichtjahre von mir entfernt.

12.05.2016

All for one

Ich kann gerade keinen Gedanken festhalten. Alles in meinem Kopf springt und jubelt. Meine Lieblingsband hat nach 21 Jahren ihr erstes neues Lied veröffentlicht. Und meine Emotionen gehen mit mir durch.
Ich muß morgen meine Schwester verabschieden. Die zieht weg und es bricht mir ein bißchen das Herz. Wir stehen uns nah, das standen wir uns schon immer und momentan überrennen mich Erinnerungen an meine Kindheit. Daran wie sie mir aus einem Pappkarton und ein paar Zeichnungen einen Fernseher gebastelt hat. Daran wie ich in Ihrem Auto immer die Pet Shop Boys gehört habe. Alle Emotionen rennen gerade wild umher und können nicht raus. Ich weiß nicht wann ich sie das nächste Mal wiedersehe aber ich weiß dass sie immer bei mir ist. Auch wenn sie nicht da ist.
Nun zu meiner Lieblingsband. Sie sind zurück. Die Band wegen der ich einst Musikjournalistin werden wolle. Die Band wegen der ich Manchester liebe. Die Band die für immer mit dem North Country Boy verbunden ist. Zumindest dachte ich das. Inzwischen ist der Mann an meiner Seite auch ein Fan der Band geworden. Wenn ich die Band jetzt höre, denke ich an den Mann. Daran wie er mich liebt. Daran wie albern wir sein können. Daran dass er mein Liebhaber, mein Kumpel, mein Freund und der Mann an meiner Seite ist. Dass es mit ihm nie langweilig wird. Dass er mir diese Sicherheit gibt. Dass ich mir nie Sorgen machen muß. Dass ich ihm vertrauen kann. Dass er das beste ist was mir seit langer Zeit passiert ist.
Bevor meine Emotionen jetzt weiter über meinem Kopf zusammenschlagen, gehe ich jetzt mal schlafen. Mit dem Gefühl der Euphorie dass mich seit 1989 begleitet. Seit ich das erste Mal The Stone Roses gehört habe. 27 Jahre später ist dieselbe Euphorie immer noch da. Nur ich bin nicht mehr so unsicher wie damals, sondern viel schöner und glücklicher.