25.06.2015
Bittere Wahrheiten oder...Das Ende ist doch schon längst vorbei
Dann braucht es manchmal nur eine ironische Bemerkung einer sehr nahestehenden Person und ich explodiere innerlich. Äußerlich gleich ein bißchen mit. Achtung, leicht entflammbar.
Heute war so ein Tag. Nein, eigentlich fing es gestern schon an. Wisst ihr wie scheiße es sich anfühlt wenn man gerne noch tausend Dinge sagen würde aber genau weiß dass es keinen Sinn hat?! Weil es keine Lösung gibt! Weil feste Rollen vorgegeben sind! Wie ätzend es sich anfühlt wenn man für sich etwas zu Ende bringen möchte aber ein Ende unmöglich ist. Die bittere Einsicht bleibt zurück dass du es selbst zu Ende bringen musst. Für dich. Auch wenn es noch so schmerzt. Und du vor allen Dingen erkennst was dich daran eigentlich so aufregt. Nämlich das es dasselbe beschissene Benehmen ist dass du schon von der Person kennst die du am meisten in deinem Leben gebraucht hättest. Die nicht für dich da war.
Also doch alles aufschreiben. Dabei habe ich mich dagegen gewehrt. Weil es Wunden wieder aufreißt. Es geht nicht anders. Aber nicht hier. Sondern alleine für mich. Um dann endlich abschließen zu können. Nicht mehr enttäuscht sein. Und nicht mehr weinen. Das Leben geht längst weiter. Nur ich trauere noch einer Vergangenheit hinterher die eh nicht mehr existiert.
Ich nehme nicht mehr ab
Innerlich stelle ich mich auf weitere Anrufe an aber erstaunlicherweise ist der Spuk so schnell vorbei wie er gekommen ist. Ich wünschte mir ich könnte jetzt auch mal einfach aufhören darüber zu grübeln.
11.06.2015
Happy Birthday
Ein weiteres Jahr ist rum. Das bedeutet katzeontherun wird 3 Jahre alt. Ich schreibe aktuell zwar nicht mehr ganz so viel aber mich bewegen immer noch dieselben Dinge. Und es passieren immer wieder neue Dinge die mich bewegen. Als ich anfing, suchte ich nach einem Ventil um meine negativen Gefühle rauslassen zu können. Mir ging es vor drei Jahren psychisch nicht besonders gut und schreiben hat mir schon immer geholfen Dinge klarer zu sehen. Ich habe gehofft dass der Blog so lange Bestand hat aber ich habe nicht wirklich dran geglaubt. Ich verliere schnell das Interesse an Sachen. Aber 3 Jahre später sitze ich nun hier. Auf meiner Couch. An einem lauen Sommerabend. Mit meinem Laptop auf den Beinen. Was hat sich verändert in diesen 3 Jahren?
Der North Country Boy hat mein Leben mächtig auf den Kopf gestellt und mich gleich mit. Keine Ahnung wofür das nötig war aber scheinbar habe ich dadurch endlich gelernt was ich wirklich will.
Viele Menschen sind gegangen. Menschen die ich für Freunde hielt. Vor 3 Jahren ist mir mal eben ein kompletter Freundeskreis weggebrochen. Schuld daran bin ich. Aber es bringt nichts wenn man sich mit Menschen umgibt die dafür sorgen dass man sich scheiße fühlt. Das brauche ich nicht. Das braucht niemand.
Ich habe eine Therapie hinter mich gebracht. Die mir geholfen hat Dinge klarer zu sehen. Mich klarer zu sehen. Zu akzeptieren wer ich bin und wie ich bin. Dass ich ein Recht habe glücklich zu sein. Ich trage mittlerweile dieses Gefühl in mir dass ich eigentlich gar nicht so übel bin. Anders: Ich trage Zufriedenheit in mir. Und Ruhe.
Ich habe 15 Kilo abgenommen. Aktuell arbeite ich an mehr. Ich peile kleine Ziele an aber eigentlich habe ich große Dinge vor. Warten wir es ab. Momentan läuft es dank der Hilfe eines Buches ganz fantastisch.
Ich habe aufgehört zu rauchen. Seit 2 Jahren. Und ich vermisse es nur ganz selten.
Ich habe aufgehört Fleisch zu essen und bin wieder Ovo-Lacto Vegetarierin geworden. Fleisch fehlt mir nicht. Kein Sodbrennen mehr. Keine Magenbeschwerden.
Ich bin zum ersten Mal in meinem Leben mit einem Mann zusammen. Eine richtige Beziehung. Seit über 3 Monaten. Und es ist entspannt. Unkompliziert. Einfach. Und Liebe.
Nach vielen positiven Dingen aber auch negatives. Ich weiß immer noch nicht was ich eigentlich beruflich machen will. Da sind immer mal wieder Impulse aber so richtig kann ich mir gar nichts vorstellen. Ich traue mir Dinge immer noch nicht zu und denke immer noch dass ich nichts kann. Es ist schwierig wenn dich tausend Sachen interessieren aber du auch ganz schnell gelangweilt sein kannst. Und für mich gibt es nichts schlimmeres als Langeweile.
Ich weiß nicht was das Leben mit mir vorhat. Ich bin gespannt und werde weiterhin immer mal wieder Momente festhalten.
Where is my mind?
Inspiriert von 'Where is my mind' von The Pixies. Ich bin übrigens die 'Ich kenne 'Where is my mind' nur als M.I.A.'s '20 Dollar' Frau. Versteht ihr nicht?! Müsst ihr auch nicht. Tolles Lied. Sowohl das Original als auch das was M.I.A. aus dem Text gemacht hat.
03.06.2015
Das wird man doch wohl noch sagen dürfen
Aber was sahen meine Augen da plötzlich. Ganz andere Dinge. Nee, sorry habe ich kein Bock drauf. Also habe ich sie gelöscht. Und jetzt hat sie mich im Gegenzug blockiert. Ist natürlich ihr gutes Recht aber eins frage ich mich: Hat sie in Geschichte aufgepasst? Hat sie schonmal vom rosa Winkel gehört. Weiß sie was damals mit Homosexuellen passiert ist? Sie ist mit einer Frau verlobt und rein der Logik halber sollte man da eigentlich nicht jemanden gut finden der einen für die eigene Lebensweise umgebracht hätte.
Tatsache ist, ich kann so etwas nicht tolerieren. Da sehe ich rot. Und da ist mir auch egal ob da auf der anderen Seite jetzt ein Ego gekränkt ist oder jemand sauer ist. Auf solche Menschen verzichte ich gerne. Dankend. Und jederzeit.
I gotta breathe to stay alive
Genau das Gegenteil ist der Fall. Vielleicht liegt es daran dass ich von meinem Freund nicht erwarte dass er für mich Beschützer, Superman oder sonst was ist, der immer nur gute Laune haben muß und der dafür zu sorgen hat dass immer die Sonne für mich scheint. Ernsthaft was erwarten manche Menschen? Mein Freund ist nicht dazu da meine innere Leere zu füllen. Er muß nicht 24 Stunden am Tag für mich da sein oder 24 Stunden um mich herum. Er hat sein Leben und ich habe meins. Er lässt mir meine Freiheit und ich lasse ihm seine. In der Vergangenheit habe ich bei einigen Männern so dermaßen geklammert dass es schon fast krank war. Heute tut es mir endlos leid wie ich mich benommen habe. Es war meine eigene Unzulänglichkeit. Und jede Menge Dummheit. Ich hätte es besser wissen müssen aber es hat eben doch erst eine Therapie gebraucht um dies zu erkennen.
Ich habe nicht nur aus meinen Fehlern gelernt sondern ich bin entspannt geworden. Weil die Gefühle diesmal nicht einseitig sind. Weil da jemand ist der sie erwidert. Und weil ich nicht unruhig werde wenn ich nichts höre sondern entspannt bleibe weil ich nicht wieder das Gefühl habe etwas kontrollieren zu müssen. Ich muß gar nichts kontrollieren. Ich darf einfach nur entspannt sein und mich wohl fühlen. Mich unendlich frei fühlen. Frei sein. Und mit dem entspannten Gefühl herumlaufen dass da jemand ist der mich so liebt wie ich bin.
Inspiriert von '36 Degrees' von Placebo. Ich mag dieses Lied und das dazugehörige Album weil es rotzig und schwermütig ist. Und weil das Debütalbum der Band einfach ein kleines Juwel ist.
28.05.2015
Darf ich...
... mir mal keine Sorgen machen?
... innehalten und genießen?
... die Welt da draußen vergessen?
Irgendwie haben mich solche Fragen in den letzten Tagen bewegt. Ich bin zur Zeit glücklich. Ja, es hängt natürlich auch mit dem Mann zusammen aber viel mehr noch kommt dieses Glück aus mir. Viele Zweifel haben aufgehört und ich sehe mich mit anderen Augen wenn ich in Spiegel oder Fensterscheiben schaue. Ich mag die Frau die ich da sehe. Nein, anders. Ich liebe die Frau die ich da sehe. Ich weiß dass ich Fehler habe und mache, aber ich weiß auch dass ich im Grunde meines Herzens ein guter Mensch bin. Ein Mensch der in der Vergangenheit oft nicht auf sich aufgepasst hat. Ein Mensch der viel zu oft abhängig war. Von anderen Menschen. Von ihren Meinungen. Ich bin das heute nicht mehr. Vieles interessiert mich einfach nicht mehr. Ich nehme mir die Freiheit Entscheidungen zu treffen. Entscheiden was gut für mich ist. Wer gut für mich ist. Ich treffe diese Entscheidungen mit dem Gefühl der Sicherheit. Eine Sicherheit die ich immer spüre. Die jeden Tag größer wird.
19.05.2015
Be thankful for what you've got
Samstag geht das freundschaftliche Wochenende weiter. Wieder in eine andere Stadt die mir mittlerweile auch vertraut ist. Mein Selbstbildnis an diesem Tag: Im Schneidersitz auf einer Couch sitzen und sich wieder Zuhause fühlen. Wieder das Gefühl von angekommen sein. Gespräche, Diskussionen, leckeres Essen und wieder Wodka.
Nach Hause fahren und akut den Freund vermissen. Also noch einen kurzen Zwischenstopp beim Mann eingelegt. Eigentlich will ich nur kurz bleiben aber dann kommt noch ein Konzert einer Lieblingsband und so bleibe ich länger.
Mitten in der Nacht komme ich nach Hause. Glücklich, voller Energie und dankbar.
Inspiriert von 'Be thankful for what you've got' von Massive Attack. Wir sind manchmal viel zu undankbar. Das letzte Wochenende hat mir mal wieder gezeigt wie wichtig Freunde sind und wie dankbar ich bin dass ich sie habe.
06.05.2015
Do you remember the time when you were girl from Mars
Als ich wieder nach Hause kam, war ich verändert. Nicht nur weil ich ein Piercing trug sondern weil ich in diesen 4 Wochen wirklich glücklich war. Es war der Abstand von Zuhause der mir gut tat. Der mich Dinge klarer sehen ließ. Der mich ein bißchen freier machte. Selbstbewusster. Es sollte aber noch so viele Jahre dauern bis ich mich endlich aus Abhängigkeiten lösen konnte.
Etwas dass in all den Jahren immer für mich da war, war die Musik. Und ich kann sie heute hören ohne zornig zurück zu blicken. Ok, ich wünsche mir natürlich im Nachhinein schon dass mein Leben anders verlaufen wäre aber manchmal denke ich auch einfach ganz philosophisch: 'Wer weiß schon wofür das alles gut war'. Vielleicht werde ich ein Leben lang auf der Suche nach dem Sinn des Lebens sein. Vielleicht werde ich ein Leben lang auf der Suche nach mir sein. Aber ich weiß das Musik mich immer begleiten wird. Und dass an jede Erinnerung immer ein Lied geknüpft ist.
Inspiriert von 'Girl from Mars' von den wunderbaren Ash. '1977' hieß das Debütalbum und aus eigener Erfahrung weiß ich dass 1977 ein gutes Jahr war. Star Wars kam ins Kino. Und ich auf die Welt.
05.05.2015
A pearl in you oyster
Inspiriert von 'Sunday' von Bloc Party. Er mag die Band, ich mag die Band. Und besonders dieses Lied weil es meine momentane Situation beschreibt.